Gegen den Verriss: meine Stimme für Takis Würgers »Stella«

Takis Würgers »Stella« – derzeit wohl der umstrittenste Roman im Literaturbetrieb.

Nachdem ich ihn in den letzten Tagen gelesen habe, fühle ich mich dazu verpflichtet, ihn zu verteidigen. Aufgrund der Vielzahl an negativen Kritikern glaube ich, dass ein Großteil der zustimmenden Masse nicht über die folgende Inhaltsangabe hinausgegangen ist:

Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss.

Diese Zeilen passen zu einigen Äußerungen der Medien, der eigentliche Roman jedoch kaum. Ich beziehe mich hierbei insbesondere auf unbegründete (hasserfüllte und an Hetze grenzende) Kommentare in einigen Instagram-Posts und Twitter-Threads. Doch nicht nur hier wettert die Kritik. Von der Süddeutschen Zeitung wird der Roman als „Ein Ärgernis, eine Beleidigung, ein Vergehen“ bezeichnet, als „Gräuel im Kinderbuchstil“ auf ZEIT ONLINE. Somit sei er nicht nur politisch inkorrekt, sondern auch noch literarisch schlecht. Wirklich? Ich stimme für: Nein. „Gegen den Verriss: meine Stimme für Takis Würgers »Stella«“ weiterlesen