Neuer Artikel: Biologische Wahrnehmungsräume (Germanica)

Abstract: Biologische Wahrnehmungsräume – Zur Vegetation in der Sprache der Gegenwartslyrik

Das Gedicht nachts leuchten die schiffe aus dem gleichnamigen Gedichtband Nico Bleutges betont eine deutliche Kohärenz zwischen lyrischer Sprache und biologischen Mustern. Die enge Verknüpfung zum strukturellen Bereich der Pflanzenwelt öffnet erweiterte Perspektiven auf die Naturmetaphorik der Gegenwartslyrik. Wortverbindungen und Begriffsbeziehungen präsentieren sich als biologisch-organische Konstellation und bieten Parallelen zu Prozessen der pflanzlichen Vegetation und dem Pflanzenwachstum. Zusätzlich operiert das Gedicht mit dem Gedanken des naturphilosophischen Vitalismus. Der Grundton des Vegetativen spiegelt sich in der Struktur der Sprache wider. Er bestimmt nicht nur die Basis des Inhalts, sondern ist ebenso auf der formalen Ebene festzustellen. Mit Blick auf die dominant vegetative Metaphorik und den biologisch bestimmten Wahrnehmungsraum untersucht der Artikel den Zusammenhang organischer und sprachlicher Konstruktionen, den eine außergewöhnlich enge Verknüpfung von Dichtkunst, Sprachphilosophie und pflanzlicher Vegetation als Teilgebiet der Mikrobiologie auszeichnet. „Neuer Artikel: Biologische Wahrnehmungsräume (Germanica)“ weiterlesen