Forschungsbeiträge

PS: Die literarästhetische Großstadt zwischen 1900 und 1930: Teil I

Übersicht zum Proseminar im WS 2018/2019 (Universität Bayreuth)

Als kulturelle Metropole ist die Großstadt ein beliebter Handlungsschauplatz der Literatur. Gemeinsam werden wir uns verschiedene Formen der literarästhetischen Großstadtdarstellung zwischen 1900 und 1930 ansehen und miteinander in Bezug setzen. Dabei blicken wir nicht nur auf die bekannten Vertreter der Großstadtliteratur, sondern auch auf weniger präsente Texte. Behandelt werden unter anderem Gedichte von Georg Heym und Alfred Wolfenstein sowie Autoren, die in der Forschung erst deutlich nach ihrer Schaffenszeit wiederentdeckt wurden. Ziel ist es, den urbanen Raum anhand intensiver Textarbeit in seinen unterschiedlichen Facetten fassbar zu machen, literaturgeschichtlich zu kontextualisieren und über die Grenzen des Kanons hinaus zu erweitern. „PS: Die literarästhetische Großstadt zwischen 1900 und 1930: Teil I“ weiterlesen

Vortrag: Sprache – Macht – Rassismus (Cluj-Napoca, Rumänien)

Zur narrativen Vermittlung kultureller Ausgrenzung in der Gegenwartsliteratur: Fatma Ayedemir

Fatma Aydemir behandelt in ihrem Roman Ellbogen (2017) Themen, die aktueller denn je sind: Migration und Postmigration. Im Rahmen der Tagung “dominanz.macht.sprache” sollen die rassistisch geprägten Muster kultureller Ausgrenzung mit der literarischen Sprache in Verbindung gebracht werden. Die Veranstaltung findet vom 04.–05. April 2019 in der Österreich-Bibliothek Cluj-Napoca statt. „Vortrag: Sprache – Macht – Rassismus (Cluj-Napoca, Rumänien)“ weiterlesen

Protest und Kulturkritik (Universität Koblenz-Landau)

Kapitalismus und Katastrophe: Kulturkritik im literarischen Werk Jonas Lüschers.

Krisensituationen finanziellen Ursprungs sind weder seltenes noch neues Thema. Ebenso tauchen sie thematisch in literarischen Werken auf. Einem dieser Werke wird sich mein Vortrag im Rahmen des Forschungsateliers “Protest und Kulturkritik – Differenzen, Übergänge, Schnittstellen” widmen.  Die Veranstaltung findet vom 22. bis zum 26. Mai 2019 an der Universität Koblenz-Landau statt. Vorab möchte ich einen kleinen Einblick in das anstehende Projekt und den Untersuchungsgegenstand geben. „Protest und Kulturkritik (Universität Koblenz-Landau)“ weiterlesen

Workshop zum Naturverständnis im Biedermeier (Universität Lüneburg)

Bilder der Natur im malerischen und poetischen Werk Adalbert Stifters

Vom 02. bis zum 04. November 2018 fand an der Leuphana Universität Lüneburg folgendes Symposium statt: “Bewegung der ‘Naturdinge’. Prozesse der Wissensproduktion zwischen Kunst und Naturwissenschaften.”

Im Rahmen der Veranstaltung habe ich einen Workshop gegeben, der sich mit den Bildern der Natur bei Adalbert Stifter beschäftigt und in thematischer Verbindung zu meiner Dissertation steht. Zur Naturerscheinung bei Stifter bestehen in der Forschung unterschiedliche Positionen. Häufig schreibt man ihr ein Missverhältnis zwischen dem erzählerischen Gehalt und einer eher inhaltslosen Beschreibung zu. Lange Zeit galt Stifters Schreibstil als ‚zu deskriptiv‘ – er hat jedoch gerade in dieser Hinsicht große Qualitäten. „Workshop zum Naturverständnis im Biedermeier (Universität Lüneburg)“ weiterlesen

Dantons [Sterben]

Die Hinrichtung Dantons – der Untergang der Politik?

Georg Büchners Drama bezieht sich inhaltlich auf das historische Ereignis der Französischen Revolution und deren Folgen.[1] Der Zeitbezug lässt sich deswegen auf den Rahmen zwischen den Jahren 1789 und 1799 eingrenzen. Büchner bewegt sich in einer späteren Zeitspanne und veröffentlicht das Drama erst im Jahr 1835. Schon früh wird er selbst als Revolutionär bezeichnet.[2] Doch wieso wird so viele Jahre nach der Revolution ein Drama geschrieben, das die vergangenen politischen Ereignisse fiktiv widerspiegelt? Hierfür gibt es einige Annahmen. Auch zur Zeit Büchners ist die politische Thematik (man denke an die bevorstehende Märzrevolution im Jahr 1848) ein aktuelles und allgegenwärtiges Thema. Der thematische Wiederaufgriff der Revolution könnte so als Verarbeitung oder Erinnerung an nicht erfüllte Hoffnungen und Wünsche gelesen werden, die die damalige politische Situation verursacht hat. Ebenso ließen sich die gesellschaftlichen Umstände und sozialen Forderungen auf die zeitgenössische Entwicklung Anfang des 19. Jahrhunderts übertragen. „Dantons [Sterben]“ weiterlesen